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Texte der gegenwärtigen Kultur



Studienleiter Dr. Anna Tenczyńska Anschrift des Aufbaustudiums,
Tel. Nr. Krakowskie Przedmieście 26/28,
00-937 Warschau

Sekretariat:
Gebäude der Fakultät der Polonistik, Raum Nr. 25
Tel. 0048 (22) 55 21 020

Öffnungszeiten des Sekretariats des Aufbaustudiums montags bis freitags von 9.00 bis 15.00
Uhr Dauer des Aufbaustudiums zwei Semester (160 Stunden)
Form des Studiums und Häufigkeit der Treffen Fernstudium, samstags-sonntags, jede zweite Woche Gesamte Kosten des Aufbaustudiums
3 300 PLN – Anmeldung bis zum 10. Juli 2012
3 600 PLN – Anmeldung bis zum 10. September 2012

Studienprogramm (Leitfächer und die Namen der Lehrbeauftragten)

Das Programm umfasst folgende Fächer: Textethik, Pressegattungen, Intertexte und Remediation, Kunstkritik, die neuste Literatur Polens, die neueste Weltliteratur, Semiotik und Rhetorik der Medien, Digitaler Text, Kulturtext (Hauptthemen), Texte der Populärkultur und angewandte Texte, Texte der Jugendkultur, analytisch-interpretatorische Seminare, heutiger Kunsttext. Die Lehrbeauftragten: Dr. habil. Anna Cegieła, Prof. Dr. habil. Mieczysław Dąbrowski, Prof. Dr. habil. Hanna Gosk, Mag. Agata Hącia, Dr. Joanna Jeziorska-Haładyj, Dr. Iwona Kurz, Dr. habil. Michał Kuziak, Prof. der Warschauer Universität, Dr .habil. Grzegorz Leszczyński, Prof. der Warschauer Universität, Dr. Żaneta Nalewajk, Mag. Andrzej Pająk, Doz. Dr. Krystyna Ruta-Rutkowska, Dr. habil. Ewa Szczęsna, Prof. der Warschauer Universität, Dr. Anna Tenczyńska, Prof. Dr. habil. Danuta Ulicka, Mag. Paweł Wodziński, Dr. habil. Tomasz Wójcik, Prof. der Warschauer Universität, Dr. habil. Andrzej Zieniewicz, Prof. der Warschauer Universität. Fächer


Textethik

Die Vorlesung stellt die für die unterschiedlichen Texttypen wichtigen Regeln der Ethik in Anwendung des Wortes dar, kennzeichnet unter dem ethischen Blickwinkel die Zusammenwirkung der sozialen Texte, bezieht die Regeln der Wortethik auf die Regeln der politischen Korrektheit, macht die Zuhörer mit den grundlegenden Urheberrechtsvorschriften vertraut. Nach dem Kursabschluss kann der Student den Text aus der Sicht der Ethik beurteilen, erkennt und beschreibt die Merkmale der Verletzung der Ethik im Text, deutet auf die Unterschiede zwischen ethischem und nicht-ethischem Text hin, wendet fundamentale Vorschriften des Urheberrechts in der Arbeit am Text an – seiner Schöpfung, Bearbeitung, Verwendung (z.B. das Recht des Zitats, die Regeln und Konsequenzen des Plagiats)


Pressegattungen

Die Lehrveranstaltung ist auf die Beschreibung gewählter und wichtigster Pressegattungen ausgerichtet: Informationstext, Kommentar, Feuilleton, Reportage und ihre Kompositionseigenschaften werden im Laufe des Kurses besprochen (Hierarchie und Weisen der Informationsübergabe, die nach den Kommunikationssituationen gerichtet werden), so wie ihre stilistischen Merkmale (die stilistische Struktur des Textes als die Ausführung verschiedener Textfunktionen), auch die sprachlichen Merkmale (kommt nur ein sprachliches Vorbild für alle Gattungen der Äußerung vor? Hängt die Beurteilung der Korrektheit und Richtigkeit der Gestaltung eines Sprachtextes von der präsentierten Gattung der Aussage ab?). Angesprochen wird auch der Begriff der Interferenz der Gattungen. Diese Schwerpunkte werden am Beispiel der Texte besprochen, die für unterschiedliche Medien charakteristisch sind: Presse, Radio, Fernsehen und Internet. Der Kurs ist praktisch orientiert: die Zuhörer, nach dem Kennenlernen des theoretischen Teils des Kurses, werden Fähigkeiten der Ausarbeitung des Textes üben, die besprochene Pressegattungen darstellen. Nach der Beendung der Übungen kann der Student die Kompositionseigenschaften verschiedener Gattungen der Presseübermittlung erkennen und sie kennzeichnen, den Pressetext aus der Sicht der Gattungsrealisation, Richtigkeit und Korrektheit in diesen Texten angewandter Sprachmittel beurteilen. Er kann den Pressetext in der bestimmten Gattung bilden.


Intertexte und Remediation mehr

Der Kurs umfasst folgende Themenbereiche: Zirkulation der Kulturinhalte: Themen, Motive, Gattungen, Stile, Text-Recycling; Vermittlung, kulturelle Redundanz, Intertextualität – andere Theorien (Kristev, Riffaterre, Genette, Bloom, polnische Konzeptionen – Sławiński, Głowiński, Nycz, Kasperski, Mitosek), die Betrachtung des Begriffs im engen und weiteren Sinne, Typen der Intertextualität in moderner Kultur; Analyse der semiotisch und intertextuell bedingten Texte (u.a. die Poesie von Tadeusz Różewicz, Zbigniew Herbert, Stanisław Barańczak; Romane: J. Barnes, Papuga Flauberta [Flauberts Papagei], J. Dehnel, Balzakiana, Drama: T. Różewicz, Wyszedł z domu [Er hat das Haus verlassen], S. Mrożek, Indyk [Truthan], Film: W. Allen, Zelig, Brüder Wachowscy, Matrix, Analyse gewählter Kunstwerke und Werbungen); textuelle und kulturelle Funktionen der Anknüpfungen, Intertextualität und Postmodernismus, Intertextualität und Originalität. Nach dem Kursende kann der Student den Begriff des Text-Recyclings präsentieren, seine Stelle und Merkmale in der Kultur angeben und sie auf die bestimmten Kulturtexte beziehen. Er kann die Zusammenhänge zwischen dem Recycling und der Intertextualität erklären, die Texte im Sinne der Formen der Intertextualität kritisch und vergleichend analysieren.


Kunstkritik

Die Lehrveranstaltung hat zum Ziel, die wichtigsten Begriffe zu erläutern, die mit der Literatur-, Film- und Theaterkritik verbunden und im Kontext der Umwandlung der modernen Kultur präsentiert sind. Zum Gegenstand der Betrachtung und Diskussion im Kurs wurden sowohl Fragen aus dem Bereich der Poetik des Kritiktextes, als auch in der Kunstsoziologie (das sind u.a. die Frage nach den Mechanismen und Kriterien der Bewertung, der moderne Kunsttexte unterlegen, die Eigenart ihrer Rezeption, die Änderungen in der künstlerischen Kommunikation unter Einfluss neuer Medien und der Expansion der populären Kultur), sowie soziale Lage der Kritik nach 1989, die sowohl im Kontext ihrer vorherigen (zur Zeit der Änderungen in der Zwischenkriegszeit) und neuer Lage dargestellt wird, die den dynamischen Veränderungen der Zeitschriften auf dem Markt unterliegt. Die synthetische Besprechung der Hauptströmungen in neuester polnischer Kunst, die Präsentation der Beschreibung gewählter Kritiker, ihrer Stellung und bekannter meinungsbildender Auseinandersetzungen soll den Studenten des Aufbaustudiums bei der Erkenntnis der Eigentümlichkeit der führenden kritischen Diskursen helfen, sie vorzubereiten und zur sachlichen, aktiven und verantwortungsvollen Teilnahme an der Bildung der wertvollen Kunstrezeption zu ermuntern. Nach dem Kursabschluss kann der Student die Poetik des kritischen Textes beschreiben, die Tendenz in der heutigen Kritik der Literatur-, Film- und Theaterübermittlungen zusammenfassen, den kritischen Text der in ihm angewandten Stil- und Kompositionsmittel und Bewertungskriterien bewusst bilden und unter demselben Blickwinkel die aktuell erscheinenden kritischen Aussagen präsentieren und bewerten.


Die neueste Literatur Polens

Das Ziel des Kurses ist die Darstellung gewählter Fragen, Erscheinungen und Entwicklungstendenzen in der neuesten Literatur Polens (in der Poesie und Prosa) nach 1989. Nach der theoretischen Einführung (die sich als Ziel die Erregung der Diskussion zum Thema der Zensur im Jahre 1989 und Änderung der Literaturlage in polnischer Kultur genommen hat), der Besprechung der dichterischen Hauptkenntnis, der Prosaströmungen mit Berücksichtigung der Generationsreihe und bestimmter Texte, die in letzter Zeit entstanden sind, zum Thema unserer Betrachtung wird die Frage nach der Ähnlichkeit dieser Änderungen im Kontext der kritisch-literarischen Literaturänderungen in der neuester Literatur anderer Länder des Mittel-Europas. Während des Kurses wird sich regelmäßig mit der Kunst der Interpretation beschäftigt, die die Teilnehmer des Kurses zur Verbesserung eigener kritisch-literarischen Fähigkeiten inspiriert und die, die für die selbständige Bewertung neu entstandener Werken günstig ist. Nach der Schlussphase der Lehrveranstaltung kann der Student Literatur Polens in der bestimmten Epoche klassifizieren und zusammenfassen (Poesie, Prosa, Drama), diskutiert über Fragen des literaturwissenschaftlichen Prozesses im Kontext der neuesten Literatur, deutet auf die Schwerpunkte hin, die neuer Entscheidungen bedürfen. Er kann die neueste Literatur Polens mit Literaturen benachbarter Länder kritisch entgegensetzen und diese im Kontext politischer, kultureller, technologischer Änderungen in Polen nach 1989 interpretieren.


Die neueste Weltliteratur

Die Vorlesungsreihe zum Thema der Weltliteratur umfasst u.a. folgende Themenbereiche: den Begriff der Weltliteratur von Goethe bis heute, Regeln, Institutionen und Instanzen, die den Kanon der Weltliteratur gestalten (internationale und inländische Preise, Promotionssystem, Bourdieu und der Begriff „pola literatury” [Literaturfelder], Markt, Ware, Werte), der Weltkanon und die heimischen Literaturen (darunter polnische Literatur), zeitgenössische Literatur versus moderne Literatur – die Frage der Kriterien, Thematik und Poetik; die Fragen der Sprache und der Übersetzung, die neueste Literatur angesichts zentralen Diskurse des Umbruchs 20. und 21. Jahrhunderts, die komparatistische Auffassung der Weltliteratur. Nach der Beendung des Kurses kann der Student die Werken neuester Weltliteratur darstellen und vergleichen, er erkennt und kennzeichnet kritisch die Verhältnisse zwischen dem Weltkanon und den Regeln und Institutionen, die ihn gestalten, erklärt Unterschiede zwischen zeitgenössischer und moderner Literatur und letztendlich die Zusammenhänge der neuesten Literatur mit anderen Diskursen.


Semiotik und Rhetorik der Medien

Die Lehrveranstaltung richtet sich an die Zeichen-Organisation in modernen Medienübermittlungen und Weise der Äußerung der Bedeutungen und Wirkung auf den Rezipienten durch derer Vermittlung. Die Vorlesungsreihe bildet die Fähigkeit der Erkennung und Beschreibung der Textstrukturen in Übermittlungen mit Zeichensystemen der folgenden Bereichen: Literatur, Film, Malerei, Photographie, Presse, Werbung. Im Kurs werden, im vergleichenden Sinne, die polysemiotischen und interaktiven rhetorischen Mitteln dargestellt, die von den Textautoren zur Gestaltung der informativen Funktion einer Übermittlung und zur ästhetischen und persuasiven Wirkung auf den Rezipienten verwendet werden (die Methoden der medialen Steuerung des einzelnen Rezipienten und die Öffentlichkeit). Nach dem Kursabschluss kann der Student Texte im Sinne ihrer Zeichenorganisierung analysieren und bewerten, er deutet auf die Richtigkeit der semiotischen Maßnahmen in der Gestaltung von Bedeutungen im Text, Realisierung der ästhetischen und persuasiven Funktion hin, erkennt und erklärt die semiotischen Mechanismen der Steuerung eines Rezipienten und klassifiziert sie aus der Sicht des Öffentlichkeitsgrads und der Weise der Wirkung auf den Rezipienten (auch aus der Sicht der Konsequenz der Überredungskunst und Manipulation).

Digitaler Text

Der Umgang mit dem Text in digitaler Form ist heutzutage für jeden der Alltag. Wie sind demnach seine Entstehungseigenschaften und in welchem Verhältnis steht er zum Text in Form normaler Schrift? Was bedeutet der Begriff E-Literatur und welche Textgattungen beeinflussen die Kultur? Kommt endlich in neuer Text-Wirklichkeit zum Tod des Autors, der so im letzten Jahrhundert verbreitet wurde? Welche E-Books ändern den „Text“, der in Form des allgemein gängigen Buches vorkommt? Nach der Beendigung der Übungen kann der Student die Merkmale digitalen Textes beschreiben und diese mit Beispielen aus dem Internet bestätigen, er erklärt den Einfluss neuer Technologien auf den Fortschritt der Textstruktur und Kultur, bewertet kritisch den digitalen Text auf verschiedenen diskursiv-stilistischen Niveaus und interpretiert konfrontativ den traditionellen und digitalen Text.


Kulturtext (Hauptthemen)

Der Themenbereich der Lehrveranstaltung betrifft eine der wichtigsten und kompliziertesten Fragen und Begriffen der Geisteswissenschaft – den Text. Der Begriff „Text” hat schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts allmählich seine Bedeutung verbreitet und rückte im Laufe der Zeit in das Interessenzentrum nicht nur der linguistischen und literaturwissenschaftlichen Forschung, sondern auch wurde zum gemeinsamen Forschungsgegenstand aller Kulturwissenschaften. Kulturwissenschaft, der auf die semiotischen Inspirationen zurückgreifende Begriff, wurde eher zum Bedeutungsträger, unabhängig von den Bedingungen, in denen diese Kulturwissenschaft entstand. In den Studien ist die „Kultur” seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allgemein schon als ein Textraum betrachtet. Gleichzeitig zeichnet sich der Text durch seine kulturelle Auffassung aus. Solche Betrachtungsweise des Textes hat trotz der philologischen Maßnahmen, die bisher von der besten Wirkung waren, an Aktualität verloren. Diese Maßnahmen ermöglichen die kulturelle Natur des Textes und textuelle Natur der Kultur zu erfassen. Demzufolge spielt die Literaturtheorie der ersten Hälfte 20. Jahrhunderts in dieser textorientierter Kulturwissenschaft die Hauptrolle. Ihre Konzeptionen werden in Forschungen auf den Texten unterschiedlicher Disziplinen verwendet (Geschichtsschreibung, Psychologie, Philosophie, und sogar Ökonomie). Diese Disziplinen analysiert man aus verschiedenen Perspektiven (narrativer, rhetorischer, pragmatischer, biographischer) und in unterschiedlichen Bereichen (wie multimedialer Bereich). Selbst die literaturwissenschaftlichen (wissenschaftliche) Texte werden auch als Kulturtexte gelesen. Nach dem Kursabschluss kann der Student die Kulturtexte beschreiben, ihre Eigenschaften an bestimmten Beispielen zeigen, er vergleicht Unterschiede des Begriffs von Textkategorie zusammen mit ihrem Verwendungsbereich im Rahmen einer Gattung. Er kann den Entwicklungsgeschichte dieses Begriffs in der Geisteswissenschaft des 20. und 21. Jahrhunderts darstellen und den Beitrag der Literaturtheorie zum Verständnis der Gegenstandskategorie.


Texte der Populärkultur und angewandte Texte

Die Lehrveranstaltung ist auf die Themenbereiche ausgerichtet, die mit Text außerhalb des Künstlerischen und der Auffassung der Populärkultur (Massenkultur) verbunden sind. Während des Kurses beschäftigt man sich mit verschiedenen Textsorten, die aus anderen Kulturkreisen stammen (z.B. Talk Show, Fantasy-Roman, Song, Graffiti, Boulevardzeitung). Der Gegenstand der Übungen sind: Ästhetik der Massenkultur (u.a. Phänomen des Kitsches), kulturelle Moden (auch literarische), Einfluss des Medien auf die Kultur (Simulakrum), Themen und Schemata der Massenkultur, Mythen der Populärkultur. Separat wird die Aufmerksamkeit auf die angewandten Texte gelenkt – ihre Gattungen, Komposition und Wortschatz. Nach der Schlussphase des Kurses kann der Student die Texteigenschaften der Populärkultur beschreiben und bewerten, diese mit dem Begriff der Poetik des künstlerischen Textes vergleichen. Er illustriert die Kennzeichen des Populärtextes und angewandten Textes an bestimmten Beispielen und erklärt die Zusammenhänge der Ästhetik dieser Texte mit dem Milieu, in dem diese gebraucht werden, den Marktanforderungen, der Kulturindustrie und schätzt den Einfluss des Populärtextes und Massentextes auf die Kulturlage ein.


Texte der Jugendkultur

Die Lehrveranstaltung konzentriert sich auf diese Kulturtexte, die das Gebiet der Lektüren- und Kulturinteressen der Jugend bilden, das mit der Teilnahme der Leser ermöglicht wurde. Einer eingehender Analyse unterliegen folgende Themenbereiche: die Gattungen, die in sind (Fantasy, Horror), Poetik des modernen Textes für Jugendliche, bestrittene Themen und Motive der Initiationsprosa (Hausgewalt und Gewalt unter den Gleichaltrigen, Familienzerfall, erotische Initiation, Bedeutungsverlust der meisterlichen Stellung) und ihre repräsentativen Realisationen. Der Kurs umfasst auch die Forschung nach der Lage der literarischen Texte in anderen Kulturformen (RPG, Computerspiele) sowie anderen Kulturtexte (Comic, Initiationskino). Nach dem Kursabschluss kann der Student die Poetik zeitgenössischen Kulturtextes bei den Jungendlichen beschreiben und bewerten. Er vergleicht die medial differenzierten Textgattungen der Jugendkultur, erklärt die Anwesenheit literarischer Formen unter anderen Textformen. Er kann die im Text erscheinenden Motive und Themen begründen, sie zurückrufen und ihre repräsentativen Zusammenhänge vergleichen.


Analytisch-interpretatorische Seminare

Die Lehrveranstaltung besteht aus einigen Themenbereichen, die sich auf verschiedene Interpretationskontexte der modernen Literatur und Kultur richten. Die Seminare sind auf die Gestaltung der praktischen Fähigkeiten in Anlehnung an die Mikroanalyse und Mikrointerpretationen (allgemeine Erkennung nicht ausschließend) ausgerichtet. Der Gegenstand der Analysen bilden unterschiedliche Textarten der gegenwärtigen Kultur (vor allem literarischer, aber auch wissenschaftlicher Text aus dem Bereich der im weiteren Sinne begriffenen Geisteswissenschaft). Im Seminar werden Unterschiede zwischen literarischem und nichtliterarischem Text, zwischen Prosa und Gedicht, die Zusammenhänge zwischen dem Lesen der Welt (Umberto Eco, aus Die Grenzen der Interpretation), der Kultur (Toporow) und der Literatur angesprochen. In der Analyse ist die komparatistische Perspektive präsent (polnische Literatur, Literatur des deutsch- und französischsprachigen Bereichs, Literatur im Kontext anderer Künste und Kulturtexte). Die Lehrveranstaltung berücksichtigt die moderne Herangehensweise der Forschung an die Literatur (die Erkennung der Kulturpoetik, der neue Historismus, Narrativismus usw.). Nach dem Kursabschluss kann der Student die Elemente literarischen Textes und anderer Kulturtexte beschreiben; diese Elemente einer Analyse unterziehen und systematisch verbinden; er unterscheidet zwischen literarischem und nichtliterarischem Text; er kann auf die Verhältnisse zwischen semiotischem Potenzial der Literatur, Kultur und der heutigen Welt hinweisen und damit derer Verstehen vertiefen; er unterlegt einer kritischen Bewertung die kognitiven, ästhetischen und ethischen Aspekte des Textes.


Heutiger Kunsttext

Die Lehrveranstaltung ist auf die Fragen nach den heutigen Theater- und Filmtexten, seinen Schöpfern, den hervorragendsten Werken, Entwicklungstendenzen sowie künstlerischen Maßnahmen ausgerichtet. Das erste Merkmal des künstlerischen Films und Theaters sind vor allem ihre Milieus – d.h. der Vertrieb im Rahmen des Branchenfestivals und die dem größeren Publikum gewidmeten Ereignisse. Das ist umso wichtiger, da diese Festivals zum Raum geworden sind, der der Gestaltung einer größeren Öffentlichkeit und der Kristallisierung neuer Kriterien für die Bewertung des künstlerischen Kinos und Theaters dienen. Das ist besonders deutlich im Falle des Kinos. Die Bezugnahme auf das Milieu statt die Stileigenschaften ergibt sich aus einer anderen, mit dem Phänomen des künstlerischen Kinos verbundenen Frage – die von der Mannigfaltigkeit seiner Formel abhängt und die den künstlerischen Film als das Werk definiert, in dem es die Frage nach dessen Form aufgegriffen wird und das sich im Nachhinein keiner bestimmten Konvention oder Gattung zuzuordnen lässt. Der künstlerische Film ist eine flüssige Substanz, die eine Forschung an der Grenze von Medien (des Fernsehens, der Netze, digitaler Medien), der Gattungen und der Narration (Hybridisierung) fordert und bildet eine richtige Raumzeit (Deleuzes Wiedersetzung der Bild und Bewegung mit der Bild und Zeit). Andererseits funktionieren in der Filmkritik und Theorie immer noch solche Kategorien wie der Autor und der Stil. Nach dem Kursabschluss kann der Student die Verhältnisse zwischen dem künstlerischen Theater und Film und deren Milieu erkennen und beschreiben. Er erklärt und begründet die Intermedialität des heutigen Künstlertextes, charakterisiert die Techniken der Übermittlung und bewertet deren Einfluss auf die Textpoetik. Darüber hinaus analysiert er den heutigen Künstlertext kritisch und konfrontativ.


Bestehensregeln Der Leistungsnachweis in allen Fächer und die positive Note in der Prüfung in den zwei vom Studenten gewählten Fächern sind die Voraussetzung für den Hochschulabschluss. Charakteristik und Ziel des Studiums Das Ziel des Studiums ist die Bildung der Fähigkeiten der Analyse, Interpretation und Kritik des Gegenwartstextes. Die angebotenen Lehrveranstaltungen dienen der Kompetenzentwicklung im Sprechen und Schreiben über einen Text, der Durchführung einer formalen, kritischen und theatralischen Analyse der Literatur-, Forschungs- Journal-, Film- und Theaterübertragungen. Der Gegenstand des Studiums sind die Übermittlungen, die für die gegenwärtige Kultur repräsentativ sind (z.B. digitale Texte, Texte der Jugendkultur), die in verschiedenen Milieus, Niveaus dargestellt sind und diese, die unterschiedliche Funktionen haben (z.B. der Kunsttext, der populäre und übliche Text). Der wichtige Bereich im Studienprogramm ist die neueste Welt- und Polenliteratur, die modernen journalistischen Gattungen, Begriffe der Kunstkritik. Profil des Absolventen Dem Absolventen unseres Studiums wird angeboten: ◾Erhöhung der Qualifikationen in Berufen, in denen die Fähigkeiten des perfekten Gebrauchs unterschiedlicher Textformen im Sprechen und Schreiben gebraucht werden
◾Die Verbesserung der Fähigkeiten zur Erkennung und Erklärung der Mechanismen, die den literarischen, üblichen, digitalen Text und andere Kulturtexte regeln (in dem semantischen, rhetorischen, ethischen usw.) und in den Funktionen dieser Texte (kognitive, ästhetische, ethische, persuasive usw.)


Schöpfung/Verbesserung der Fähigkeiten der kritischen Analyse, Interpretation und Beurteilung der Gegenwarts-Kultur.


Einschreibungsregeln

Die eingereichten Dokumente Die Kandidaten, die sich um die Aufnahme im Aufbaustudium bewerben möchten, sollen folgende Dokumente an die angegebene Anschrift des Studiums einreichen oder diese per Post bis zum 10. September 2012 schicken:

• Abschrift des Diploms vom Masterstudium,
• Antrag auf die Aufnahme,
• Fragebogen zur Person.

Einreichungsfrist der Dokumente Vom 2. April 2012 bis zum 30. September 2012.

Achtung: Im Falle, dass die Studienplätze vor dem Termin belegt sind, kann die Einreichungsfrist verändert werden. Anfangstermin des Studiums Der 13. Oktober 2012 Anzahl der Studienplätze: 30 Profil des Studienbewerbers Das Studium wird den Schulabgängern verschiedener humanistischer Fachrichtungen gewidmet, sowie den beruflich aktiven Vertretern solcher Berufsgruppen wie z.B. Übersetzer, Kunstkritiker, Copywriter, Journalist, Berichterstatter, Redakteur, Pressesprecher, usw., oder auch den Personen, die den Einstieg in einen der genannten Berufe planen. Das Studium ist an diejenigen gerichtet, die ihre Fähigkeiten im Bereich der Verwendung unterschiedlicher Textformen im Sprechen und Schreiben verbessern oder bisherige Ausbildung erweitern und das Wissen aus diesem Bereich auf den neuesten Stand bringen möchten. Die Einschreibung Bei der Aufnahme ist der Einreichungstermin des Anmeldeformulars entscheidend.